Read ’n Food-Challenge: Dezember 2013

Bevor wir uns in ein paar Stunden alle in die Luft böllern, möchte ich natürlich noch meinen letzten Challenge-Beitrag für dieses Jahr in die Runde werfen.

Das Buch
„Ich. Darf. Nicht. Schlafen.“ von S.J. Watson

Ohne Erinnerung sind wir nichts. Stell dir vor, du verlierst sie immer wieder, sobald du einschläfst. Dein Name, deine Identität, die Menschen, die du liebst – alles über Nacht ausradiert. Es gibt nur eine Person, der du vertraust. Aber erzählt sie dir die ganze Wahrheit?

Als Christine aufwacht, ist sie verstört: Das Schlafzimmer ist fremd, und neben ihr im Bett liegt ein unbekannter älterer Typ. Sie kann sich an nichts erinnern. Schockiert muss sie feststellen, dass sie nicht Anfang zwanzig ist, wie sie denkt – sondern 47, verheiratet und seit einem Unfall vor vielen Jahren in einer Amnesie gefangen. Jede Nacht vergisst sie alles, was gewesen ist. Sie ist völlig angewiesen auf ihren Mann Ben, der sich immer um sie gekümmert hat. Doch dann findet Christine ein Tagebuch. Es ist in ihrer Handschrift geschrieben – und was darin steht, ist mehr als beunruhigend. Was ist wirklich mit ihr passiert? Wem kann sie trauen, wenn sie sich nicht einmal auf sich selbst verlassen kann?

Der geneigte crimethrill-Leser wird sich bei diesem Buch sofort an „Lauf, Jane, lauf“ von Joy Fielding erinnert fühlen. So auch ich. Das hatte zur Folge, dass die Wendung in diesem Fall nicht so überraschend kam wie sie vielleicht geplant war, sondern dass ich eigentlich schon zu Beginn wusste, wie es ausgehen wird.

Das hat die Spannung allerdings in keinster Weise geschmälert – eher im Gegenteil. Vielleicht wollte ich, gerade weil ich solch ein Story schonmal gelesen hatte, erst recht wissen, wie es in diesem Fall gelöst wird. Hätte ich das Buch abends im Bett gelesen, wäre es für mich vermutlich zu einem „Ich. Kann. Nicht. Schlafen.“ geworden, denn spannend war es allemal.

Man versteht vielleicht das ein oder andere Mal nicht so ganz, warum Christine handelt wie sie handelt und möchte sie packen und anschreien. Doch dann fragt man sich wieder: Was hat sie denn für eine andere Chance? Gefangen in einer Welt, wie man sie aus „50 erste Dates“ kennt, muss sie jeden Tag neu anfangen – und weiß dabei über sich und ihr Leben nur das, was sie von anderen erzählt bekommt. Auch wenn sie immer wieder Erinnerungsblitze hat und sich an bestimmte Situationen erinnern kann, weiß sie doch nicht, was wahr ist und was nicht.

Die Auflösung des Ganzen kommt wie schon erwähnt nicht wirklich überraschend und wirkt letztendlich sogar ein wenig konstruiert, oder sagen wir lieber: Es ist zu viel des Guten. Nichtsdestotrotz ein empfehlenswertes Buch.

Nach kleinen Abzügen reicht es noch für eine 2+.
Im Fünf-Sterne-Prinzip werden es gute 4.

Das Essen
Fish and Chips

„Ich. Darf. Nicht. Schlafen.“ spielt in London, daher gibt es diesmal das heimliche Nationalgericht der Briten. Eines kann ich sagen: So eine Sauerei mach ich nie wieder!

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