Read ’n Food-Challenge: September 2013

Diesen Monat gibt es ein Buch eines meiner Lieblingsautoren und das Essen hat diesmal nicht nur geographisch etwas damit zu tun, sondern es spielt sozusagen die zentrale Rolle.

Das Buch

Toxin“ von Robin Cook

Jedesmal freut sich der geschiedene Herzchirurg Dr. Kim Reggis auf die Wochenenden mit seiner kleinen Tochter. An diesem Freitag lädt er Becky in ihr geliebtes Schnellrestaurant ein. Doch nach dem friedlichen Abend bei Hamburgern und Pommes Frites erkrankt Becky an einer Lebensmittelvergiftung, deren Verlauf tödlich zu sein scheint. Als Kim den Ursprung der verheerenden Kolibakterien findet, steht ihm nur noch eine zur Seite: die junge Lebensmittelchemikerin Marsha Baldwin. Denn sie weiß, dass diese Branche nicht nur gierig, sondern auch völlig skrupellos ist…

Robin Cook schreibt wunderbare Medizinthriller, die für jemanden wie mich  mit einschlägiger biologischer Berufskrankheit unheimlich toll sind. Aber auch diejenigen, die mit Viren, Bakterien, Genetik und Wissenschaft nichts am Hut haben, müssen keine Angst haben, dem Inhalt nicht folgen zu können.

In „Toxin“ infiziert sich die Tochter des Protagonisten beim Burgeressen mit gefährlichen Bakterien, die eine schwere Lebensmittelvergiftung auslösen. Infolgedessen kämpft nicht nur Becky mit den Folgen der Krankheit, sondern auch ihr Vater, der Herzspezialist Dr. Kim Reggis, gegen mehrere Windmühlen: Die Hürden im Krankenhaus, die durch Klinik-Zusammenlegungen und Privatisierung auch für einen erfolgreichen Arzt nicht leicht zu überwinden sind, die gescheiterte Ehe zur Mutter des Kindes sowie deren neue Beziehung und die gesamte Fleischindustrie des Landes. Eher unfreiwillige Unterstützung bekommt er dabei von einer jungen Lebensmittelkontrolleurin, die aber in ihrer Ermittlung auch nicht vom Glück verfolgt wird.

An sich wäre „Toxin“ ein wunderbares, typisches Buch von Robin Cook. Aber irgendwie wird es mit der Zeit so unglaubwürdig, dass ich ab und an den Kopf schütteln musste.
Zu Beginn war Kim Reggis ein auf seine Weise sympathischer Charakter, dessen Tun man nachvollziehen konnte. Doch je weiter die Handlung fortschreitet, desto unglaubwürdiger wird er und desto weniger versteht man, was und warum er tut. Natürlich weiß man nie, wie man sich selbst benehmen würde, wenn es um das eigene Kind ginge, aber manche Dinge sind einfach so überzogen, dass es schlichtweg nichts mehr mit der Realität zu tun haben kann. Und wenn man erst noch den Eindruck hatte, dass wenigstens seine Ex-Frau auf dem Boden der Tatsachen zurückgeblieben ist, so wird man auch hier bitter enttäuscht.

Außerdem stört es ein wenig, dass manche Handlungsstränge viel zu vage beschrieben werden und mehr oder weniger ins Leere führen. Ich möchte nicht sagen, dass der Schluss aprupt kommt. Aber ich hätte doch noch gerne gewusst, was aus einigen Personen geworden ist.

Alles in allem ist „Toxin“ ein tolles Buch, das auch zum Nachdenken anregt. Trotzdem weiß ich, dass Robin Cook es besser kann und deswegen bin ich leider ein wenig enttäuscht.
Daher ist nur eine gute 3 drin.
Im Fünf-Sterne-Prinzip reicht es auch nur für 3 Sterne.

Das Essen

Hamburger mit Pommes Frites

Hier war die Frage, was es zu essen geben sollte, nun wirklich schnell beantwortet. Anders als Becky im Buch geht es mir nach dem Verzehr allerdings noch einwandfrei.

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